Programm

Donnerstag, 17. Oktober 2019

08:00 Uhr
Registrierung
09:00 Uhr
Begrüßung
Referent: Kristin Rinortner | ELEKTRONIKPRAXIS

Redakteurin ELEKTRONIKPRAXIS

09:10 Uhr
Keynote: tbd
Referent: Luca Donadoni  | Siemens (angefragt)
09:40 Uhr
Relais-Grundlagen mehr
Seit langem wird die Zukunftsfähigkeit des Relais unterbewertet. De facto schreitet die Entwicklung in der Relaistechnik voran und die jährlich zum Einsatz kommende Stückzahl steigt stetig.
Wichtige Grundeigenschaften wie galvanische Trennung, Kontaktwiderstand, Kontaktarten, Auslegung des Kontaktsystems, Einsatzbereich verschiedener Kontaktmaterialien, die Lebensdauer, Spulenleistung mono- und bistabiler Relais und deren normativer Zusammenhang werden dargestellt. Die Vor- und Nachteile elektromagnetischer Relais gegenüber Halbleiterrelais kommen zu Sprache.

Das lernen Sie im Vortrag:
  • Die grundlegenden Bestandteile eines Relais und deren Funktion.
  • Wichtige Eigenschaften des Kontaktsystems und des Relaisantriebs.
  • Die Kriterien für die Bestimmung des richtigen Kontaktwerkstoffes.
  • Gestaltungsmöglichkeiten des Magnetsystems und deren Auswirkungen auf das Verhalten des Relais.
  • Die Auswahl des richtigen Relais für einen bestimmten Anwendungsfall.
  • Den Bezug zur der Relaisnormenreihe DIN EN 61810.
Referent: Manfred Cloot | Finder
10:20 Uhr
Kaffeepause und Ausstellung
10:50 Uhr
Relais zum Schalten von kleinen Lasten mehr
Elektromechanische Schaltelemente zum Schalten kleiner Lasten wie Signal- und Reed-Relais erfreuen sich unverändert großer Beliebtheit. Jedes Jahr werden mehr Schaltgeräte für das Schalten kleiner und mittlerer Lasten hergestellt und in der Telekommunikation, der Industriellen Elektronik, der Automobilelektronik  und in Sensoren  eingesetzt. Sie sind aufgrund ihrer Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und Robustheit und der galvanischen Trennung für viele Anwendungen die bevorzugte Wahl und ermöglichen kostengünstige Lösungen in allen Gebieten der Elektronik.

Neue Anwendungen erfordern bessere Hochfrequenzeigenschaften, leiseres Schaltgeräusch und zum Teil auch die Fähigkeit deutlich höhere Ströme kurzzeitig führen und höhere Spannungen notfalls unterbrechen zu können.

In der Praxis kommen Telekom- oder Signalrelais oder Reedrelais zum Schalten zum Einsatz. Die Auswahl des am besten geeigneten Schaltgerätes hängt von der zu lösenden Schaltaufgabe ab. Bei höheren Lasten und Isolationsanforderungen kommen eher Signal-/Telekommunikationsrelais zum Einsatz, bei sehr hohen Schaltzahlen werden eher Reedrelais gewählt. Gemeinsam sind Ihnen die hohe Zuverlässigkeit und Robustheit.
Referent: Dr. Werner Johler | Littelfuse Europe GmbH

Dr. Werner Johler ist seit über 30 Jahren in leitenden Funktionen in der Elektronikindustrie mit gleich langer Entwicklungs- und Anwendungserfahrung von elektromechanischen Schaltgeräten tätig. Er leitet derzeit als VP das Engineering von Littelfuse EBU (Elektronik Business Unit), dem Marktführer von Circuit-Protection-Komponenten, einem der weltweit größten Hersteller von Reed-Schaltern. Davor war er über 15 Jahre bei TE Connectivity u.a. als CTO für Relay Products tätig. Der Autor hat in den vergangenen 30 Jahren über 100 Beiträge zum Thema Schalten von kleinen Lasten, Miniaturisierung und Zuverlässigkeit von Signalrelais etc. publiziert und erhielt diverse Auszeichnungen wie den Abert-Keil-Preis, mehrfache Auszeichnungen für „Best Papers“ während mehrerer Relaiskonferenzen.

11:25 Uhr
Schaltverhalten von Relaiskontakten im mittleren Lastbereich mehr
Das Lastverhalten von Relaiskontakten korrekt einzuschätzen und die richtige Auswahl von Kontaktwerkstoffen und das Kontaktdesign ist die Voraussetzung für den zuverlässigen und langlebigen Einsatz von Relais. Ebenso ist es unerlässlich, auf den Lastfall abgestimmte Maßnahmen in der Steuerungsauslegung wie auch an der Schaltlast selbst in die Betrachtung einzubeziehen. Ein Überblick zu den wichtigsten Einflussfaktoren und mögliche Maßnahmen bei der Relaisauswahl und der Entwicklung der elektronischen Steuerung werden für Anwendungen im unteren und mittleren Schaltlastbereich dargestellt.

Das lernen Sie im Vortrag:
  • Schaltlasten und ihr Verhalten
  • Schaltkontaktwerkstoffe
  • Schaltkontakte: Wirkungsweise und Design
  • Schutzarten von Relais
  • Schutzbeschaltungen von Relaiskontakten
  • Schaltdynamik von Relaisantrieben
  • Verarbeitung von Relais in Bezug auf die Schalkontakte
Referent: Jürgen Steinhäuser | ELESTA GmbH

Jürgen Steinhäuser, geboren 1962 in Frankfurt am Main ist ausgewiesener Fachmann in den Bereichen technische Metalle und Elektromechanik. Basierend auf einer Uhrmacherlehre und Weiterbildung zum staatl. geprüften Maschinenbautechniker war er langjährig in der Entwicklung technischer Metalle und den korrosiven Auswirkungen durch Schadgase und Aerosole auf Metalle der Kontakt- und Verbindungstechnik bei W.C. Heraeus GmbH tätig. Bei der ELESTA GmbH Elektronik konnte er als Produktmanager die Entwicklung Relais vorantreiben, um sich mit dem Wechsel zur Betronik GmbH als Bereichsleiter E-Mechanik, dem Komponentenvertrieb zuzuwenden. Seit 2005 ist er als Geschäftsleitungsmitglied bei der ELESTA GmbH, Bad Ragaz, Schweiz, verantwortlich für Vertrieb und Marketing mit Schwerpunkt auf zwangsgeführte Relais und optische Drehgeber. Er ist aktives Mitglied in Arbeitskreisen von ZVEI, DKE sowie IEC.

12:00 Uhr
Mittagspause und Ausstellung
13:00 Uhr
Relais zum Schalten hoher Lasten
Referent: Matthias Draxler  | Willow Technologies (angefragt)
13:35 Uhr
Wie die Umwelt die Leistungsfähigkeit von elektromechanischen Relais beeinflusst mehr
Relais unterliegen mehr oder weniger direkt den Umgebungsbedingungen der Anwendung. Der physikalische Schaltkontakt, die verwendeten Materialien und andere mechanische Bauteile von Relais bieten hierbei potentielle Angriffspunkte. Diese Umwelteinflüsse haben zum Teil drastischen Einfluss auf die Performance von Relais. Daher sollten mitverwendete Bauteile mit Bedacht ausgewählt und klimatische oder stoffliche Umgebungsbedingungen immer sorgfältig betrachtet werden. Nur so können Relais Ihre Leistung und Aufgaben ohne Einschränkung entfalten. Anhand ausgewählter Beispiele wird gezeigt welche Bedingungen und Umgebungen für elektromechanische Relais problematisch sein können und wie diese durch analytische Arbeit erkannt werden können. Weiter wird das Zusammenwirken von Typprüfungen nach den Bauteilenormen in Europa (IEC EN 61810-1) und den USA (UL 61810-1) und dem realen Einsatz von Relais beschrieben.

Das lernen Sie im Vortrag:
  • Einfluss von Umweltfaktoren auf elektromechanische Relais
  • Nicht elektrische Wirkung von anderen Bauteilen auf die Leistungsfähigkeit elektromechanischer Relais
  • Auswirkungen durch Relaiskomponenten auf das Schaltverhalten
  • Normative Vorgaben und deren Übertragung in die Praxis
Referent: Christoph Oehler | Panasonic

Christoph Oehler hat an der Universität Bayreuth und der Friedrich Alexander Universität Erlangen Physik mit dem Schwerpunkt Halbleiterphysik studiert. Seit 1998 arbeitet er bei Panasonic Electric Works Europe AG, zunächst als Applikationsingenieur und Produktmanager für elektromechanische Relais. Seit 2006 ist er verantwortlich für die Bereiche Technische Rechte und Standardisierung. Heute leitet er die Abteilung Management Control Systems und ist verantwortlich für das Umwelt- und Qualitätsmanagement, Vertragsmanagement und die Produktnormung und –zertifizierung. Er ist Obmann der Normungsgremien für Elementarrelais bei der International Electrotechnical Commission (IEC) und der Deutschen Kommission für Elektrotechnik (DKE).

14:10 Uhr
Kaffeepause und Ausstellung
14:40 Uhr
Steigende Anforderungen an Kontakte mehr
Steigende Anforderungen an die Kontakte in Relais, der sparsame Einsatz von Edelmetallen sowie die Forderung nach umweltfreundlichen Werkstoffen prägten in den letzten Jahren maßgebend die Entwicklung von Werkstoffen für elektrische Kontakte.
Die Präsentation gibt einen Überblick über das Schaltverhalten, über typische Anwendungen, über Herstellungsverfahren, mechanische Eigenschaften und mögliche Verarbeitungstechnologien von Kontaktwerkstoffen für Relais.

Referent: Oliver Lutz | DODUCO

Oliver Lutz (Dipl.-Ing.(FH), geb. 1972) hat sein Studiums der Elektrotechnik an der Hochschule Karlsruhe im Jahr 2000 erfolgreich abgeschlossen. Im Anschluss startete er seine berufliche Karriere in der zentralen Entwicklung bei DODUCO in Pforzheim im Bereich des Anwendungslabors. Im Januar 2004 übernahm er zusätzlich Verantwortung im Application Engineering und dem daraus abzuleitenden Produktmanagement. In 2009 wechselte er in die Business Group Contacts und in 2017 in die DODUCO Contacts & Refining GmbH und verantwortet als „Technical Key-Account Manager“ die Anwendungsberatung für Schalt- und Steckkontakte sowie Key-Account Funktionen zum Aufbau und Pflege dauerhafter Entwicklungspartnerschaften. Zusätzlich zu der langjährigen Erfahrung im Application Engineering, Vertrieb und Produktmanagement weist Oliver Lutz sehr gute Kenntnisse über Kontaktwerkstoffe, Kontaktoberflächen und Kontaktphysik einschließlich der zugehörigen Mess- & Analysemethoden auf.

15:45 Uhr
Normen: Zielsetzung und Auswirkung, ein genereller Überblick mehr
Unsere Lebensumstände sind in vielfältiger Weise von Normen bestimmt. Normen der Elektrotechnik sind so miteinander verzahnt, dass sie die normativen Vorgaben im besten Fall vom Bauelement wie Relais, Geräten und deren Anwendungsfelder gleichermaßen abbilden. Normen ermöglichen technisch vergleichbare Bewertungen und sind damit ein zentrales Element des freien Handels. Normen bilden den Stand der Technik ab und können in Haftungsfragen eine besondere Bedeutung erlangen.

Es wird ein Überblick zu Aufbau und Zuordnung von Querschnittsnormen, Normen-Familien und Produktnormen gegeben. Die Vermutungswirkung von „gelisteten“ Normen am Beispiel von EU-Richtlinien aufgezeigt. Grenzen von Normen, wie auch deren korrekte Anwendung werden beschrieben.  Fragen von Zertifizierung und Verantwortung wird angesprochen.

Das lernen Sie im Vortrag:
  • Aufbau von Normen
  • Fallstricke bei der Anwendung von Normen
  • Vermutungswirkung von Normen
  • Zertifizierung und Verantwortung
Referent: Ralf-Eberhard Kirsch | Hengstler

Dipl.-Ing. Eberhard Kirsch, Jahrgang 1938, begann nach dem Studium Elektrische Nachrichtentechnik im Jahr 1961 seine Berufstätigkeit als Sachbearbeiter in der Halbleiterfabrik der Siemens & Halske AG in München. Danach wechselte er als Versuchsingenieur in das Elektronik-Labor zu Friedrich Krupp nach Essen. Später war er als Büroleiter im Zweigbüro Essen der Industria M. Oberländer GmbH sowie in Positionen in Vertrieb/Marketing, Dokumentation sowie als Mitglied der technischen Leitung bei der Relaisfabrik E. Haller GmbH tätig. Mitte der 1970er Jahre initiierte und spezifizierte er dort Relais mit zwangsgeführten Kontakten. Es folgten Tätigkeiten bei Ziller Electronic LAB und der Relaisfabrik W. Gruner. Im Jahr 1990 übernahm er die technisch e Leitung bei der Hengstler GmbH, Geschäftsbereich Bauelemente (Relais).
Er war tätig als aktives Mitglied in Gremien des ZVEI (seit 1969) u.a im TA6.7 und in der DKE/K671 sowie IEC/TC94, später auch als Obmann bis zum Ruhestand im Jahr 2003. Derzeit ist er tätig als freier Mitarbeiter der Fa. Hengstler in Gremien des ZVEI, der DKE und der IEC.

16:20 Uhr
Kaffeepause und Ausstellung
16:50 Uhr
Podiumsdiskussion: "Ein Relais funktioniert immer" – Bewertungskriterien für Relais
17:30 Uhr
Abschlussdiskussion und Hinweise zur Abendveranstaltung
Referent: Kristin Rinortner | ELEKTRONIKPRAXIS

Redakteurin ELEKTRONIKPRAXIS

Freitag, 18. Oktober 2019

08:00 Uhr
Registrierung
09:00 Uhr
Begrüßung
Referent: Kristin Rinortner | ELEKTRONIKPRAXIS

Redakteurin ELEKTRONIKPRAXIS

09:05 Uhr
Vor- und Nachteile von MOSFET-Relais im Vergleich zu elektromechanischen Relais mehr
Als in den 1980er-Jahren die ersten MOSFET Halbleiterrelais auf den Markt kamen, begannen die Spekulationen über die Ablösung der Elektromechanik durch die Halbleitertechnologie. Fast 40 Jahre später kristallisiert sich heraus, dass sich beide Technologien ideal ergänzen und applikationsspezifisch eine harmonische Koexistenz führen.

MOSFET-Relais sind eine spezielle Art von Halbleiterrelais, die zum Schalten von analogen Signalen und für niedrige Schaltleistungen optimiert sind. MOSFET-Relais ermöglichen ein schnelles, leises und prellfreies Schalten, auch in Miniaturgrößen. Sie haben bei bestimmungsgemäßer Verwendung eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer. Darüber hinaus sind MOSFET-Relais äußerst zuverlässig, unempfindlich gegen Vibrationen und ihr Übergangswiderstand bleibt während der gesamten Lebensdauer stabil.

Anhand von Leistungsdaten, typischen Applikationen und kommerziellen Aspekten wird dargestellt, dass je nach Anwendungsfall sowohl MOSFET Relais als auch elektromechanische Relais ihre Daseinsberechtigung haben.


Das lernen Sie im Vortrag:
  • Überblick Halbleiterrelais
  • Funktionsweise und Aufbau von MOSFET-Relais
  • Typenvielfalt
  • Vergleich EMR vs. MOSFET-Relais
  • Anwendungshinweise
  • Applikationsbeispiele

Referent: Sebastian Holzinger | Panasonic
09:35 Uhr
Besonderheiten von Signalrelais (Telekomrelais)
Referent: Bernhard Schmidt  | Hongfa Europe GmbH
10:05 Uhr
Kaffeepause und Ausstellung
10:30 Uhr
Best Practice: Starten einer Niederdruck-Gasentladungslampe mit Relais geführtem Unterbrecherkontakt
Referent: Georg Leuthold
11:00 Uhr
Best Practice:Technische Überlegungen bei der Konstruktion mit Reedrelais
Referent: Mark Aherne | Pickering Electronics
11:30 Uhr
Marktentwicklung Relais: Aktuelle Trends und Zukunftsmärkte (Solar, Storage, e-Mobility)
Referent: Dr. Markus Winzenick  | ZVEI
12:00 Uhr
Abschlussdiskussion
Referent: Kristin Rinortner | ELEKTRONIKPRAXIS

Redakteurin ELEKTRONIKPRAXIS

12:10 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

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